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  • Madelaine

Meine Erfahrungen mit Nadelepilation

Nadelepilation. Klingt wie Nadel + Epilation, irgendetwas Schmerzhaftes mit Haaren. Bevor ich auf diese Methode zur Haarentfernung gestoßen bin, hatte ich auch nicht den blassesten Schimmer, was ich mit diesem Begriff anfangen soll. Mittlerweile ist diese Haarentfernungsmethode aber mein einziger Hoffnungsschimmer in diesem Gewirr von unbändigem Haarwuchs. Sie soll die einzige Methode auf der Welt sein, um unerwünschte Haare permanent, endgültig, für immer, definitiv zu entfernen. Nach jahrelangem Herumexperimentieren mit Rasur, Haarentfernungscremes, Wachsen, Zupfen, Schneiden mit Schere und nicht zuletzt der unfassbar enttäuschenden IPL-Methode war ich ziemlich niedergeschlagen und hatte nur ein Ziel: ENTFERNE DIESE HAARE, KOSTE ES WAS ES WOLLE. Nicht alle Menschen haben dasselbe Problem wie ich, aber ich wurde mit dunklen, dichten Haaren und einem Hormonungleichgewicht "gesegnet", wodurch ich vor ein paar Jahren, zu Beginn meiner 20er, ziemliche Haarprobleme bekommen habe. Mehr möchte ich dazu nicht verraten. Jedenfalls war meine Haut sowieso schon so gereizt und entzündet von den ganzen Haarentfernungsexperimenten, dass ich die Nadelepilation als meine letzte Hoffnung ansah und mich für eine solche Behandlung entschied. Mir war es egal, welchen Preis ich dafür zahlen oder wie weit ich dafür reisen müsste, aber ich wollte zu einer auf Nadelepilation spezialisierten Kosmetikerin, die zudem professionell war, genau wusste, was sie tat und ihr Handwerk verstand. Gesagt, getan? So einfach war das leider nicht, denn sogenannte Elektrologist*innen sind rar gesät. Aber ich hatte Glück im Unglück. Vielleicht liegt das daran, dass Ludwigshafen so gut mit anderen größeren Städten vernetzt ist. Ich habe nach Recherchen eine Kosmetikerin in erreichbarer Nähe gefunden, die genau diese Qualitäten besitzt und war nach langer Zeit endlich mal wieder sehr zufrieden. Ich kann ihr und ihren Fähigkeiten und ihrem Geschick wirklich vertrauen. Und Vertrauen ist so so wichtig, wenn man jemand anderem seinen eigenen Körper zum Behandeln überlässt. Bei jeder zusätzlichen Behandlungssitzung müssen immer weniger Haare und kleinere Areale epiliert werden und diese Motivation lässt mich auch die Schmerzen, die mit so einer Behandlung einhergehen, verdrängen. Leider sind Nadelepilationen bei mir ziemlich schmerzhaft, was an meiner sehr dünnen Haut und vergleichsweise dicken, tief sitzenden Haaren liegt. Nicht jeder hat allerdings Schmerzen, manche spüren bei so einer Nadelepilation gar nichts. Auch meine vorangegangene IPL-Behandlung (Lichtbehandlung zur dauerhaften Haarentfernung) hat es nicht besser gemacht, sondern mein Schmerzempfinden leider nur begünstigt. Ich bereue es, dass ich mich überhaupt mit IPL habe behandeln lassen, weil es so gut wie gar nichts gebracht hat außer Ärger mit dem Kosmetikinstitut, welches ich hier nicht benennen will. Dort wurde ich nicht vollständig über die Wirkungen von IPL aufgeklärt und hatte nur den Eindruck, dass man mehr an meinem Geld interessiert war als an meinem Wohlbefinden oder Aussehen. Umso mehr freue ich mich, dass ich nun eine nette Kosmetikerin gefunden habe, der es wirklich in erster Linie um eine gute Arbeit und um ihre Kund*innen geht. Doch zurück zum Schmerzempfinden. Um die Schmerzen zu lindern, verwende ich vor der Behandlung EMLA-Creme (5%), das ist eine Lidocain-Lokalbetäubungscreme, es gibt auch stärker wirkende 25%-ige EMLA-Cremes, diese sind aber im Gegensatz zu meiner Creme nicht frei verkäuflich. Ob sie wirkt? Ich weiß auch nicht. Meine Haut ist ziemlich betäubt, aber auf die Haarwurzeln scheint sie leider nicht so sehr zu wirken, weshalb ich trotzdem den Stromimpuls beim Epilieren spüre. Zumindest dämpft sie ein wenig das Hitzegefühl durch die heiße Epilationsnadel, also besser als gar nichts. Wenn aber erstmal die dicken Haare wegepiliert sind, kann es nur noch besser werden und irgendwann sind dann (hoffentlich) alle lästigen Haare bzw. Haarwurzeln für immer und ewig zerstört. Ich liebe bereits jetzt das Gefühl nach der Behandlung, wenn die Haut viel glatter und weicher ist und bin gespannt, wie sich mein Hautbild nach der letzten Behandlung (hoffentlich) noch mehr verbessern wird. Direkt nach einer Behandlung habe ich erst einmal Pusteln und verwende in den ersten Tagen danach ausschließlich Zinksalbe, die ja auch ein wenig antiseptisch ist. Wenn die Pusteln weg sind und die Haut nur noch gerötet ist, ist sie sehr sehr trocken, weshalb ich dann zu einer Feuchtigkeitscreme greife. Hierbei sollten aber ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe enthalten sein, noch besser ist sogar eine Naturkosmetikcreme für sehr trockene Haut. Die Haut soll ja nicht noch mehr gereizt, sondern beruhigt werden.


Vielleicht werde ich zur passenden Zeit ein Update zu meinen Erfahrungen mit Nadelepilation machen, wenn es sich denn lohnt.



Bleibt also gesund und haarfrei!

Eure Madelaine, nun mit glatterer Haut

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